Grundlagen Webseiten-Erstellung

Christian Frodl Public Relations - Infografik Webseiten-Erstellung / Webseiten-DienstleistungenGrafik: Leistungsspektrum Christian Frodl Public Relations – Bereich Webseiten-Dienstleistungen

Sie haben gerade einen neuen Verein gegründet oder wollen eine Kampagne starten, aber nun fehlt noch eine neue Webseite? Nachfolgend finden Sie ein paar grundlegende Tipps, um es Ihnen und Ihrem Dienstleister bei der Webseiten-Erstellung einfacher zu machen. Denn eine Webseiten-Neugestaltung bzw. ein sogenannter Relaunch, bei der eine bestehende Webseite überarbeitet wird, läuft im Prizip immer in den gleichen Schritten ab.

Bevor es los geht

Bei jeder neuen Webseite sollten Sie sich grundsätzlich zunächst vorher folgende Fragen stellen:

  1. Wer sind meine Zielgruppen, d.h. welchen Personenkreis möchte ich konkret ansprechen? Die Antwort „Alle“ ist wenig zielführend, wird aber leider häufig genannt. Hier müssen Einschränkungen vorgenommen werden oder Unterteilungen, wenn die Seite wirklich Sinn für Nutzer machen soll.
     
  2. Welche Inhalte sollen auf die Seite? Was gibt es bereits, was ist ausbaufähig und was veraltet, bzw. was kann raus?
     
  3. Wer soll später die Seite betreuen bzw. wer erstellt die Inhalte? Eine externer Dienstleister oder jemand aus der Organisation? Hier bietet sich in jedem Fall ein einfaches Content-Management-System (CMS) wie WordPress oder Joomla an.
     
    Oft sieht man bei Betrachtung des Quelltextes aber auch kleine Seiten, die mit dem relativ aufgeblasenen und eigentlich nur für sehr große Projekte gedachten Typo3-CMS gemacht sind. Das kostet relativ hohe Erstellungskosten, da alles von Hand angepasst werden muss, sehr speziell und relativ kompliziert ist. Zudem haben Laien später damit bei der Einpflege wenig Freude bzw. brauchen lange Einarbeitung. Denken Sie hier kurz nach, was wirklich Sinn macht. Auch sehr große Seiten wie unser Infoportal www.sterbehilfe-debatte.de mit 400 Unterseiten wurde mit WP erstellt (siehe Referenzen).
     
  4. Falls Sie noch keine Seite haben, weil Ihr Verein / Organisation erst neu gegründet wurde, überlegen Sie sich einen passenden www-Adressnamen, unter der die Seite später erreichbar sein soll. Bei eRecht24.de gibt es kompetente Tipps zur richtigen Wahl des Domainnamens und was man besonders rechtlich beachten sollte. Gerne berate ich Sie bei der Auswahl des richtigen Domain-Namens.
     

Technische Umsetzung – Schritt für Schritt

  1. Auswahl des Webhosters

    Wenn Sie sich den Namen Ihrer Domain gut überlegt haben und auch die Strategie dahinter (Stichwort: Bindestriche, Zahlen, Umlaute im Namen, Varianten unter .com, .net, .org .info etc.) feststeht, folgt die Auswahl des Webhosters für die Registrierung. Webhoster nennt man die Firma, bei der Ihre Webseite später gespeichert ist für den Abruf im Internet.
     
    Hier gibt es ganz unterschiedliche Anbieter. Manche bevorzugen kleine „lokale“ Anbieter statt großer Domainregistrare. Nachteil der kleinen unbekannten Anbieter ist gegenüber den großen wie Strato oder 1und1, dass es problematisch werden kann, wenn der Anbieter z.B. Pleite geht, umzieht oder einfach abtaucht mitsamt den Servern. Letzteres mussten 2017 Forenberichten zufolge schmerzlich selbst größere Shops tatsächlich erleben – mit dem Ergebnis, dass die Seiten wochenlang nicht erreichbar waren. Eine Katastrophe für Online-Händler, die in die Pleite des Unternehmens führen kann.
     
    Empfehlenswert ist bei der Webhosterauswahl auch mal ein Blick auf die mittelgroßen Anbieter. Hier lohnt sich ein Vergleich der Leistungen, z.B. bezüglich der Anzahl von enthaltenen SSL-Zertifikaten (die Zertifikate zum Anzeigen des grünen Schlosses oben in der Adresszeile) und etwaigen Zusatzkosten hierfür. Denn zusätziche Zertifikate können schnell recht teuer werden auf das Jahr gerechnet, auch wenn es zunächst scheinbar nicht ins Gewicht fällt.
     

  2. Domain-Registrierung

    Wenn Sie sich entschieden haben, welchen Namen und welchen Anbieter Sie wollen, folgt die Domain-Registrierung und gegebenenfalls ein Domain-Umzug. Letzteres birgt manche Tücken, die hier den Rahmen sprengen würden, bevor es dabei zum Totalverlust bestehender Adressen kommt. Im Zuge einer Neugestaltung gehören reibungslose Domainumzüge bei mir dazu.
     
    Achten Sie bei der Registrierung der Domain unbedingt darauf, dass als Domaininhaber der Name Ihrer Organisation eingetragen wird, nicht nur eine Privatperson aus Ihrem Verein, die sich gerade darum kümmert. Denn wenn es irgendwann mal zu internen Streitigkeiten kommt, haben Sie ein Problem, wenn der/diejenige der/die nur als Privatperson eingetragen ist, sich weigert, die Domain rauszugeben oder umzuschreiben. Aus praktischer mehrfacher Erfahrung weiß ich, was das später für Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Zum Beispiel wenn jemand aus Rache oder anderen Gründen ganze Seiten löscht, andere aussperrt oder komplett in der Versenkung verschwindet und niemand mehr Zugriff auf die Vereins-Webseite bekommt …
     
    Mehr zur Domainregistrierung und den Regeln finden Sie bei der offiziellen Domainverwaltungsstelle Denic, dort insbesondere Fragen zum „Administrativen Ansprechpartner (Admin C)“.
     

Einrichten des Content-Management-Systems (CMS)

  1. Nach der Domainregistrierung folgt die Einrichtung des CMS, für das Sie sich entschieden haben. Auch dabei gibt es einiges zu beachten: Konkret die technischen Voraussetzungen, die für das CMS benötigt werden, und die Auswahl entsprechender Webhoster-Pakete. Mittlere und große Webhoster wie Strato oder 1und1 bieten dabei die sogenannte „1-Klick-Installation“ an. Aber auch die hat ihre Tücken, z.B. bei der Auswahl von Nutzernamen und Passwort etc.
     
    Insbesondere bei dem weit verbreiteten und beliebten WordPress sind nach der Installation zahlreiche Sicherheits-Aspekte zu beachten, wenn die Seite nicht bald gehackt und mit bösartigen Inhalten von Dritten übernommen werden soll. Und wenn es dann keine Datensicherung gibt, wird es böse. Bei einer Webseitenerstellung durch mich müssen Sie sich hier keine Sorgen machen.
     
    Der Glaube, WordPress sei so einfach, das kann doch jedes Kind, ist leider ein Irrglaube. Natürlich ist die Installation noch relativ einfach auch für Laien. Aber danach geht es an die Seitenabsicherung, die viele sträflich vernachlässigen und sich dann wundern. Sicherheit sollte hier oberste Priorität haben. Dafür gibt es Checklisten, die man beachten sollte, sowie Sicherheits-Zusatzprogramme (sogenannte Plugins), die man umgehend zusätzlich installieren sollte.
     

Design-Auswahl und Anpassung zur Webseiten-Erstellung

  1. Ist das CMS installiert, folgt die Auswahl einer Designvorlage, die individuell den Kundenbedürfnissen angepasst wird. Natürlich kan man sich auch eigens etwas eigenes programmieren lassen. Das ist aber teuer und oft nicht nötig, wenn man eine den Designwünschen naheliegende Vorlage verwendet und diese anpasst. Dafür gibt es für wenig Geld bereits gute Vorlagen zu kaufen, sogenannte Premium-Themes.
     
    Bei der Theme-Auswahl sollten Sie auch das Thema barrierefreies Internet berücksichtigen. Insbesondere dann, wenn zu Ihren Zielgruppen Menschen mit geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen gehören. Was es mit dem Thema Barrierefreiheit bei der Webseitengestaltung auf sich hat und welche Anforderungen dafür gelten, erfahren Sie z.B. bei der Aktion Mensch unter www.einfach-fuer-alle.de
     
  2. Nach Auswahl des Designs erfolgt die Befüllung mit suchmaschinen-optimierten und leserfreundlichen Inhalten entsprechend einem klaren Konzept, das vorher ausgearbeitet sein sollte. Zu einem klaren Webseiten-Konzept gehören zum Beispiel Überlegungen, welche Farben, Schriftarten und Schriftgrößen im Design verwendet werden sollen (vorgegeben durch das Logo oder andere Publikationen im Sinne eines einheitlichen Erscheinungsbildes CI und CD).
     
    Des Weiteren sollten Sie sich überlegen, welche Navigationspunkte zwingend erforderlich sind, welche zusammengefasst werden können und welche entbehrlich sind etc. Zudem sollten Sie sich Gedanken machen über den Aufbau der Seitenstruktur insgesamt, wie Untermenüpunkte, Seitenleisten, Bilderauswahl (eigene Bilder, Fotos machen lassen oder kostengünstig aus Bild-Datenbanken) etc. Auch diese Aufgaben übernehme ich für Sie in Absprache mit Ihnen.
     

Screenshot Referenz Webseite Infoportal Sterbehilfe-Debatte.de
Illustration responsive Webdesign, Referenz www.Sterbehilfe-debatte.de

Zum Schluss

  1. Ist die Webseite fertig und abgenommen zu Ihrer Zufriedenheit, folgt die Freischaltung. Aber Achtung, auch dabei gibt es Tücken. Wenn Sie bzw. Ihr Dienstleister die Reihenfolge bestimmter einzelner Schritte nicht einhalten, sperren Sie sich quasi aus dem System aus. Ein oft gemachter typischer Anfängerfehler. Der kann zwar behoben werden, kostet aber unnötig Zeit und Geld und vor allem Nerven.
    Wie Ihre neue Webseite auf einzelnen Geräten aussieht, können Sie z.B. per Eingabe auf der Seite „Am I responspive?“ unter ami.responsivedesign.is testen. Es gibt auch noch andere Testwerkzeuge, die sind aber für Laien etwas komplex.
     
  2. Läuft die Seite reibungslos und alles ist zu Ihrer Zufriedenheit? Wunderbar, dann können Sie Ihre neue Webseite on- und offline bekannt machen. Konkret durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wie zum Beispiel durch einen Hinweis in Ihren Mitgliederpublikationen, auf Ihrem Facebook-Profil, mittels Pressemitteilung, bei Veranstaltungen, durch Werbung via Google-Adwords, Anzeigenschaltungen in Printmedien etc.
     

Sie brauchen Hilfe bei Ihrer Webseiten-Neugestaltung?

Wenn Sie Hilfe bei der Webseiten-Erstellung oder Erstellung von Inhalten benötigen, kontaktieren Sie mich. Ich berate Sie gerne und mache Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot für eine neue Webseite.
Schauen Sie auch in die Rubrik Referenzen für Webseiten-Dienstleistungen und machen Sie sich ein Bild von meiner Arbeit.

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